Schulstelle Tagesklinik-Kinder (Kinder-u. Jugendpsychiatrie)

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Osianderstr. 5
72076 Tübingen

Tel.: 07071/ 29-82646
Fax: 07071/ 29-4622
tagesklinik@klinikschule-tuebingen.de

 

Die Tagesklinik und die Schulstelle bestehen seit Schuljahresbeginn 2003/04.

Die Schüler und Schülerinnen sind für den Zeitraum der Behandlung an der Tagesklinik bei ihrer Heimatschule krank gemeldet. Die Heimatschulen sind dabei weiterhin in allen Belangen für die Schüler und Schülerinnen zuständig und verantwortlich und werden von der Schulstelle an der Tagesklinik informiert und beraten.

 

Unsere Schülerinnen und Schüler

  • Krankheitsbilder: ADHS, ADS, Störungen im Sozial- und Arbeitsverhalten, Entwicklungsverzögerungen, emotionale Störungen, Schulangst, Phobien, Enuresis/Enkopresis, selektiver Mutismus, Zwänge, Autismus-Spektrum-Störungen (Asperger-Syndrom) 
  • In der Tagesklinik nehmen alle zur Behandlung aufgenommenen Kinder am Unterrichtsangebot teil. Die Kinder (i.d.R. 10) kommen aus allen Schularten von Klasse 1-7.

 

Der Unterricht

  • Die Schülerinnen und Schüler sind in zwei altersheterogene Lerngruppen aufgeteilt und werden in zwei Schulräumen unterrichtet.
  • Die Unterrichtszeit in der Gruppe beträgt täglich 3 Unterrichtsstunden.
  • Neben dem Gruppenunterricht erhält jeder Schüler ca. eine Einzelstunde in der Woche (teilweise am Nachmittag).
  • Abhängig von der psychischen Befindlichkeit und 
    Leistungsfähigkeit werden Unterrichtszeiten und Anforderungen reduziert.
  • Der Unterricht richtet sich nach dem Lehrplan der jeweiligen Schulart, den individuellen Bedürfnissen und Krankheitsbildern.
  • Lerninhalte werden in differenzierter Form vermittelt (individuelle Lernpläne, Wochenpläne in den Kernfächern).
  • Gemeinsame Themenbearbeitungen finden als projektorientierter und fächerübergreifender Unterricht statt.

 

Ziele

Die pädagogischen Ziele orientieren sich an der Entwicklung des Kindes. Das Kind wird in den Mittelpunkt des unterrichtlichen Handelns gestellt.

  • Entwicklung von Vertrauen in die eigenen Kompetenzen und Leistungsmöglichkeiten
  • Leistungsmotivation
  • Ausbau sozialer Kompetenzen (Integrations- und Gruppenfähigkeit)
  • Anschluss an die Lernziele der Heimatschule halten

 

Aufgabenfelder der Lehrer

  • Enge Zusammenarbeit mit dem Klinikteam; Teilnahme an interdisziplinären Besprechungen, Konzeptentwicklungen, Supervisionen, Fortbildungen
  • Regelmäßige Kontakte mit den Heimatschulen (Schulleitung, Klassen-/Fachlehrer(in), Schulsozialarbeit)
  • Organisation des Unterrichts (Förderschwerpunkte setzen; innere Differenzierung)
  • Hilfen zur Reintegration in die Schulen nach dem Klinikaufenthalt; Übergabegespräche
  • Organisation einer ca. 2-wöchigen Übergangsbeschulung vor der Entlassung (vormittags Teilnahme am Unterricht in der Heimatschule; nachmittags therapeutisch-pädagogische Begleitung in der Tagesklinik)
  • Schülerbegleitungen in die Heimatschule (z.B. zu Beginn von Übergangsbeschulung)
  • Schulberichte zum Halbjahreswechsel, Schuljahresende und zur Entlassung
  • Elterngespräche und Beratung zur weiteren Schullaufbahn
  • Gemeinsame therapeutisch-pädagogische Handlungsfelder (z.B. verhaltenstherapeutisches Intensivtraining; Reitprojekt)
  • Ausbildungsberater für Praktika der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg(ISP)

 

Das Kollegium

Cornelia Schade
Sonderschullehrerin
cornelia.schade@klinikschule-tuebingen.de

Matthias Hertler
Sonderschullehrer
matthias.hertler@klinikschule-tuebingen.de

Friedemann Bresch
Klinikseelsorger