Ansprechpartner/-in für chronisch kranke Schülerinnen und Schüler an Gymnasien im Regierungsbezirk Tübingen

Ausgehend von Impulsen aus der Arbeitsgruppe Pädagogik bei Krankheit genehmigte das Regierungspräsidium Tübingen von Mai 2013 bis Juni 2014 eine Fortbildungsreihe für Lehrkräfte an Gymnasium, die sich für die Tätigkeit als Ansprechpartner/-in für chronisch kranke Schülerinnen und Schüler qualifizieren wollten.

47 Lehrerinnen und Lehrer hatten sich für den Kurs angemeldet.

Die Grundidee war, innerhalb eines Jahres in einer 8-teiligen, jeweils halbtägigen Fortbildungsreihe interessierten Lehrkräften Informationen von Experten zum Thema Krankheit und Schule zu liefern und sie gleichzeitig zu verpflichten, in dieser Zeit bereits mit einer Konzeptentwicklung an ihren Schulen zu beginnen.

Thematische Schwerpunkte der Fortbildungsreihe waren

- die Darstellung bereits funktionierender Modelle im Umgang mit chronisch Kranken an Gymnasien,

- die Information über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Erfordernisse des Datenschutzes,

- Anregungen zum Zusammenwirken von Medizin und Pädagogik,

- Informationen über psychische und somatische Krankheiten und deren Auswirkungen auf den Schulalltag,

- das Zusammenwirken von Schule – Eltern – Schülern bei der Integration der chronisch Kranken in das Schulleben,

- das Zusammentragen von den verschiedenen Konzepten, die in diesem Jahr entstanden waren.

In der Abschlussveranstaltung hielt Wolfgang Oelsner aus Köln einen Vortrag, in dem er gerade auch die versteckten Belastungsfaktoren in der Pädagogik bei Krankheit aufzeigte, die sich trotz bester Absichten bei den Beteiligten einschleichen können, und gab Hinweise dazu wie sich Lehrerinnen und Lehrer dafür sensibilisieren können.

 

 Aufgaben eines Ansprechpartners

 Programm der Fortbildungsreihe zum Ansprechpartner

 Vortrag von Wolfgang Oelsner, Köln: Krankenpädagogik als Pädagogik in Extremlagen