Schulstelle Kinder- und Jugendpsychatrie 1

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Osianderstr. 16
72076 Tübingen

Tel.: 07071/ 29-85714
Fax: 07071/ 29-4982
kjp1@klinikschule-tuebingen.de

 

1. Schulstelle

Die Schulstelle KJP 1 unterrichtet alle Schüler, die auf der Kinderstation  des Klinischen Jugendheimes in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Tübingen stationär behandelt werden.

  • Die Krankheitsbilder können sein: ADHS, Störung des sozialen und emotionalen Verhaltens, Bindungsstörungen, Schulverweigerung, Mutismus, Depression, Anorexie, Enkopresis/Enuresis.

 

2. Schülerinnen und Schüler

  • Eine Gruppe von acht Schülern im Alter von 7 bis 14 Jahren aller Schularten und Bildungsgänge wird im Team von zwei Lehrkräften und dem Klinikseelsorger unterrichtet.

 

3. Der Unterricht

  • Die schulpflichtigen Patienten besuchen am Vormittag die Klinikschule. Die Unterrichtszeit wird individuell festgelegt und kann bis zu 5 Stunden täglich betragen.
  • Der Unterricht wird sowohl als Gruppenunterricht wie auch als Einzelunterricht angeboten.
  • Eine wesentliche Aufgabe der Klinikschule besteht darin, ein Stück Lebensrealität – den Schulalltag – mit all seinen Forderungen und Verpflichtungen in den Klinikalltag hineinzubringen.
  • Bei der unterrichtlichen Arbeit werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt; den Schülern mit Problemen im Leistungs- und Sozialverhalten etwa wird mit heil- und sonderpädagogischen Fördermaßnahmen geholfen, wieder Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu finden.
  • Methodisch und didaktisch orientiert sich der Unterricht an der Art und Schwere der Krankheit, an der Leistungsfähigkeit und am Leistungsstand des einzelnen Schülers sowie an den Bildungsstandards der Herkunftsschule.
  • Wenn es der Gesundheitszustand eines Patienten zulässt, besteht die Möglichkeit, von der Klinik aus eine öffentliche Schule in Tübingen als „Gastschüler“ zu besuchen.

 

4. Zusammenarbeit

Mit den Herkunftsschulen und den Folgeschulen

  • Die Klinikschule nimmt Kontakt mit der Herkunftsschule auf. Der Austausch von schulrelevanten Informationen (Zeugnisse, Materialien, Stoffpläne, Infos des Klassenlehrers) sowie die Anbahnung eines eventuell wichtigen Kontakthaltens mit Mitschülern und Schule sind entscheidend für die zu treffenden förderdiagnostischen Ziele und die „Brückenfunktion“ der Klinikschule.
  • Die Herkunftsschule erhält zum Schulhalbjahr, zum Schuljahresende und bei Entlassung des Schülers einen Schulbericht der Klinikschule.
  • Wichtig ist: Der Schüler bleibt weiterhin in allen Belangen im Verantwortungsbereich der Herkunftsschule, die Klinikschule unterstützt diese.
  • Vor der Entlassung aus dem Klinischen Jugendheim wird gemeinsam mit den Eltern und dem therapeutischen Team die schulische Weiterversorgung sorgfältig geklärt. 

Zusammenarbeit mit der Klinik

Die Kollegen der Schule arbeiten eng mit den übrigen Mitarbeitern der Klinik zusammen. In Stationsbesprechungen, Supervisionen, Eltern- und Hilfeplangesprächen, täglichen Rückmeldungen über das Befinden und möglichen Maßnahmen und Regelungen werden das Verstehen des Patienten und die Entwicklung des Kindes gefördert. Als Fachteam zu den Fragen des Lernens und der Schullaufbahn unterstützen die Kollegen die Arbeit des Therapeuten wesentlich.

 

5. Die Lehrkräfte

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Judith Lammel-Schneider
Sonderschullehrerin

Kontakt:
judith.lammel-schneider@klinikschule-tuebingen.de

 

Thomas Henkel
Sonderschullehrer

Kontakt
thomas.henkel@klinikschule-tuebingen.de

  Friedemann Bresch
Klinikseelsorger