Schulstelle Kinderklinik

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Hopper-Seyler-Str. 1
72076 Tübingen

Tel.: 07071/ 29-81372
Fax: 07071/ 29-5254
kinderklinik@klinikschule-tuebingen.de

 

1. Unsere Schulstelle

In der Kinderklinik Tübingen arbeiten insgesamt sieben Lehrkräfte der Schularten Sonderschule, Grund- und Hauptschule. Ergänzt wird das Team regelmäßig von drei Gymnasiallehrerinnen. Darüber hinaus hat die Zusammenarbeit mit den anderen Berufsgruppen der Klinik (Ärzten, Pflegepersonal, psychosozialen Mitarbeitern, Physio-, Ergo- und Kunsttherapeuten) einen hohen Stellenwert.

Unsere Räumlichkeiten befinden sich auf der Ebene C5, hier findet der Unterricht für die Schüler statt, die ihre Station verlassen können, hier werden Beratungsgespräche geführt und der Kontakt mit den Heimatschulen gepflegt. Häufig sind wir jedoch dort anzutreffen, wo auch die meisten unserer Schülerinnen und Schüler sind: auf den Stationen und in den Ambulanzen der Kinderklinik.

 

2. Unsere Schülerinnen und Schüler

Unsere Schülerinnen und Schüler werden durch die Klinikschule betreut, weil sie

  • eine akute, länger andauernde Erkrankung haben und deshalb für mehrere Wochen in der Klinik sind (z.B. Knochenmarkentzündung oder Schlaganfall);
  • eine onkologische Erkrankung (bösartiger Tumor oder Leukämie) oder eine andere schwere Erkrankung des blutbildenden Systems haben, deren Behandlung oft viele Monate dauert und lange Aufenthaltszeiten in der Klinik bedingt;
  • eine schwere chronische Erkrankung haben und deshalb regelmäßig zu stationären Aufenthalten und ambulanten Kontrollen in die Klinik kommen (z.B. Mukoviszidose, Diabetes, Muskeldystrophie, Colitis Ulcerosa, Niereninsuffizienz).

Unsere Schülerinnen und Schüler kommen überwiegend aus Baden-Württemberg, aber auch aus anderen Bundesländern, immer häufiger auch aus anderen Ländern oder sogar Erdteilen. Sie sind zwischen 6 und 21 Jahren alt und besuchen alle Klassenstufen der verschiedenen Schularten. Auch während der Behandlungszeit bleiben sie Schüler ihrer Heimatschule, die hinsichtlich aller Krankheitsaspekte durch die Klinikschule informiert und beraten werden kann.

 

3. Unterricht in der Kinderklinik

Unterricht erhalten Schülerinnen und Schüler, die voraussichtlich länger als drei Wochen die Schule nicht besuchen können oder aufgrund einer chronischen Erkrankung regelmäßig Unterricht versäumen.

In der Regel erhalten die Schüler täglich eine Stunde Unterricht im Krankenzimmer oder in den Schulräumen der Ebene C 05. Meistens wird Einzelunterricht erteilt, wenn möglich und sinnvoll wird auch in Kleingruppen unterrichtet.

Der Unterricht orientiert sich am Stoff der Heimatschule, um so den Anschluss an die Klasse zu halten - dies stets unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse, Befindlichkeit und Zukunftsperspektive der Patienten. In der Klinikschule können auch Klassenarbeiten geschrieben, Prüfungen vorbereitet und gegebenenfalls auch abgelegt werden.

Darüber hinaus gibt es immer wieder verschiedene Angebote, bei denen in altersgemischten Gruppen beispielsweise die Patientenzeitung „Klinikrundschau“ erstellt wird.

 

4. Unsere Aufgabenbereiche und schulischen Ziele

Unterricht

„Der Unterricht orientiert sich an den Bildungsplänen der vom Schüler bisher besuchten bzw. künftig zu besuchenden Schule und berücksichtigt emotionale und soziale Auswirkungen der Krankheit. Die Unterrichtsfächer und deren Inhalte sind unter dem Ziel der Wiedereingliederung des Schülers in die von ihm besuchte Schule ggf. unter dem Ziel der Grundlegungen für eine andere schulische Eingliederung im Einzelfall auszuwählen. Auch musische Fächer sollen im Unterricht im angemessenen Umfang vertreten sein. Überforderung und Leistungsdruck müssen unbedingt vermieden werden.“ (Verwaltungsvorschrift vom 28.07.1988)

Demnach hat der Unterricht in der Kinderklinik zum Ziel:

  • Struktur und Normalität in einer Ausnahmesituation zu vermitteln
  • dem Schüler zu ermöglichen, den Anschluss an den Leistungsstand der Klasse zu halten, sowie entstandene Lücken aufzuarbeiten
  • die Möglichkeit zu bieten, Leistungsnachweise zu erbringen, besonders bei langer Abwesenheit
  • eine kontinuierliche Teilnahme an schulischem Lernen zu gewährleisten
  • Freude am Lernen zu erhalten bzw. wieder zu wecken
  • das Lernen unter den veränderten Bedingungen zu lernen und dabei zu unterstützen, eigene „Lernpfade“ zu finden (die Handlungsmöglichkeiten schulischen Lernens auszuschöpfen bzw. zu erweitern und individuell anzupassen)
  • Fehlzeiten durch effektives und bewussteres Lernen auszugleichen (Konzentration aufs Wesentliche, Stärkung der Eigenverantwortung des Schülers)
  • Stärken aus- und Ängste abzubauen
  • zur Entwicklung eines realistischen Selbstbildes beizutragen
  • Lebens- und Zukunftsfragen aufzugreifen, gemeinsam (schulische) Perspektiven herauszuarbeiten

Neben diesen klassischen Unterrichtszielen ist die Kooperation mit der jeweiligen Heimatschule ein weiterer zentraler Aufgabenbereich. Wir unterstützen die Schüler, regelmäßigen Kontakt zu ihrer Schule und ihren Mitschülern aufzubauen und diesen auch während einer längeren Therapie halten zu können. Gemeinsam mit den Lehrern der Heimatschule lassen sich vielfältige Wege hierfür entwickeln (z.B. Briefe, E-Mails, Videokonferenz, Tagebücher).

Im Rahmen von Heimatschulbesuchen informieren wir über die Krankheit und deren Behandlung sowie über spezifische Auswirkungen auf den (Schul-) Alltag.

Beratung

Sowohl bei Kindern und Jugendlichen nach einem stationären Aufenthalt, als auch bei denjenigen, die vorwiegend ambulant behandelt werden, stellen sich immer wieder Fragen zu einem Schulbesuch mit krankheitsbedingten Einschränkungen. Für diese Schüler und ihre Eltern bieten wir, unabhängig von der Dauer ihres Aufenthaltes in der Klinik, Beratung an. 
In den Beratungsgesprächen kann beispielsweise erörtert werden, welche Maßnahmen des Nachteilsausgleichs für einen Schüler sinnvoll und angemessen erscheinen und ob Hausunterricht oder ein Schülertransport beantragt werden sollte. Gemeinsam wird erarbeitet, welche Auswirkungen die Erkrankung, die notwendigen Therapien sowie Hygiene- und Ernährungsvorschriften auf den Schulalltag (einschließlich Sozialleben und Schullandheimaufenthalte) haben und welche unterstützenden Maßnahmen erforderlich sind. Häufig wird auf dieser Basis ein Informationsschreiben für die Hand der Lehrer erstellt.

Im Rahmen von Schullaufbahnberatungen oder auch im Vorfeld einer Einschulung beraten wir bei der Schulwahl oder unterstützen bei der Suche nach einem geeigneten Förderort unter Berücksichtigung der individuellen Einschränkungen und beispielsweise etwaiger Fehlzeiten.

Die jeweilige Zuständigkeit der Kliniklehrer für die unterschiedlichen Krankheitsbilder entnehmen Sie bitte der Liste der Lehrkräfte der Kinderklinik.

Auch Lehrkräfte, die Schüler mit einer chronischen Krankheit unterrichten, können sich mit Beratungsanliegen an die Klinikschule wenden, für personenbezogene Fragen muss  jedoch das Einverständnis der Eltern eingeholt werden.

Heimatschulbesuche

Auf Wunsch eines erkrankten Kindes / Jugendlichen und seiner Eltern informieren wir bei einem Heimatschulbesuch die Mitschüler/innen und Lehrkräfte über die jeweilige Krankheit, die Behandlung und deren Auswirkungen auf Alltag und Schulbesuch des Kindes.

Ein solcher Heimatschulbesuch kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten notwendig und sinnvoll sein - zu Beginn, während oder auch zum Abschluss der Therapie.

Bekommen Mitschüler und Lehrer zu Beginn eines Therapieverlaufes Informationen über die Erkrankung, kann so Missverständnisse und unbegründete Ängste vorgebeugt werden. Nach einem längeren stationären Aufenthalt kann ein solcher Besuch die Wiedereingliederung und Integration in Klasse und Schule unterstützen. Immer wieder kommt es vor, dass bei sehr langen Krankheitsverläufen aus unterschiedlichen Gründen eine Distanz zwischen dem erkranktem Schüler und den Mitschülern entstanden ist. Auch in diesem Falle können die   Heimatschulbesuche eine wichtige „Brückenfunktion“ einnehmen.

Den Unterricht  in der Klasse (i.d.R. eine Doppelstunde) gestalten Klinikschullehrer gemeinsam mit dem Kind und - nach Möglichkeit - mit einem Arzt oder Mitarbeiter des Psychosozialen Dienstes (PSD).

In einer anschließenden Klassenkonferenz haben die Lehrerkräfte und die Schulleitung der Heimatschule die Gelegenheit, sich über den Therapieverlauf und damit verbundenen schulischen Fragen zu informieren und gemeinsam mit dem Kliniklehrer z.B. geeignete Formen des Nachteilsausgleiches zu beschließen.

 

5. Das Team der Schulstelle Kinderklinik

  Christina Rupsch

Christina Rupsch (in Elternzeit)
Konrektorin

Tätigkeitsbereich:
Hämatologie / Onkologie

Kontakt
07071 / 29 - 81372
christina.rupsch@klinikschule-tuebingen.de

 

Philipp Antritt
Sonderschullehrer

Tätigkeitsbereich:
Hämatologie / Onkologie

Kontakt
07071 / 29 – 81427
philipp.antritt@klinikschule-tuebingen.de

 

Annette Ebinger
Sonderschullehrerin

Tätigkeitsbereich:
Hämatologie / Onkologie

Kontakt
07071 / 29 - 85017
annette.ebinger@klinikschule-tuebingen.de

 

Elisabeth Lipponer
Grund- und Hauptschullehrerin

Tätigkeitsbereich:
Hämatologie / Onkologie

Kontakt
07071 / 29 – 81398
elisabeth.lipponer@klinikschule-tuebingen.de

 

Jörg Meyer
Sonderschullehrer

Tätigkeitsbereich:
Hämatologie / Onkologie

Kontakt
07071 / 29 – 81452
joerg.meyer@klinikschule-tuebingen.de

 

Eva Schnabel
Grund- und Hauptschullehrerin

Tätigkeitsbereich:
Rheumatologie, Neurologie
Diabetes

Kontakt
07071 / 29 - 85713
eva.schnabel@klinikschule-tuebingen.de

 

Jutta Verfürth
Sonderschullehrerin

Tätigkeitsbereich:
Mukoviszidose, Lebererkrankungen
Entwicklungsneurologie, Nierenerkrankungen,
Asthma, Allergien, chron. entzündl. Darmerkrankungen

Kontakt
07071 / 29 - 81371
jutta.verfuerth@klinikschule-tuebingen.de

  Sabine Fach

Sabine Fach
Studienrätin

Tätigkeitsbereich:
Fachlehrerin Mathematik und Physik

Kontakt
sabine.fach@klinikschule-tuebingen.de

 

Ana Steffen-Biesinger
Studienrätin

Tätigkeitsbereich:
Fachlehrerin Deutsch und Spanisch

Kontakt
ana.steffen-biesinger@klinikschule-tuebingen.de

 

 

Veronika Sacco
Studienrätin

Tätigkeitsbereich:
Fachlehrerin Englisch/Französich

Kontakt
veronika.sacco@klinikschule-tuebingen.de