Schulstelle BGU

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik

Schulzimmer 0.148
Schnarrenbergstr.95
72076 Tübingen

Tel.: 07071/606-1925
Fax: 07071/606-1959
bgu@klinikschule-tuebingen.de

 

1. Schulstelle

Die BG Unfallklinik ist ein wichtiges unfallchirurgisches Zentrum. Sie gliedert sich in verschiedene Kliniken, Abteilungen und Zentren wie:

  1. Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
  2. Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie
  3. Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  4. Berufsgenossenschaftliche Rehabilitation und Heilverfahrensteuerung
  5. Abteilung für Querschnittsgelähmte, Technische Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie
  6. Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
  7. Abteilung für Radiologische Diagnostik

 

Die Klinik verfügt über 340 Betten auf 14 Stationen. Als Erwachsenenklinik mit ca. 10000 Patienten im Jahr sind Kinder und Jugendliche mit schulischem Unterstützungsbedarf in der Minderheit. Weitere Informationen finden Sie auf: www.bgu-tuebingen.de

An der Schulstelle der BG-Unfallklinik arbeitet eine Lehrkraft mit der Qualifikation für Realschule bzw. Sekundarstufe I und wird bei Bedarf von weiteren Kollegen unterstützt. Schulstellenübergreifend ist sie außerdem in der Kinderklinik tätig. Auf Anfrage findet auch schulische Beratung von Eltern und Schülern statt, die in der Ambulanz der Zahnklinik im Bereich der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie vorstellig werden.

 

2. Schülerinnen und Schüler

Unsere Schülerinnen und Schüler sind Patienten der Kliniken für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, für Hand-, und Verbrennungschirurgie, für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der Abteilung für Querschnittsgelähmte, Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie und Rehabilitationsmedizin.
Die Schülerinnen und Schüler sind zwischen 6 und 21 Jahre alt und entstammen allen Schularten. Während ihres Aufenthaltes werden sie durch die Lehrerinnen und Lehrer der Klinikschule betreut, weil sie:

  • infolge eines Unfalls oder einer akuten Erkrankung über einen längeren Zeitraum stationär behandelt werden müssen oder weil sich trotz kurzem stationären Aufenthaltes schulischer Handlungsbedarf ergibt
  • wiederholt wegen chronischer Erkrankung zu Wiederherstellungs- und/oder Rehabilitationsmaßnahmen in der Klinik aufgenommen werden müssen.

 

3. Unterricht und Beratung

Der Unterricht in der BG- Unfallklinik verbindet nach Möglichkeit die individuelle schulische Lebens- und Lernsituation der Schüler im Krankenhaus mit den Anforderungen der Heimatschule. Aufgabe des Kliniklehrers ist es, ein umfassendes und individuell angepasstes Angebot an Unterricht und Beratung unter Berücksichtigung der emotionalen und sozialen Auswirkungen der Krankheit zu realisieren. Besondere Aufmerksamkeit ist auf die große psychische Belastung der Schüler zu richten, die beispielsweise durch Unfallerlebnisse und die Unfallfolgen hervorgerufen wird und die oft eine lebenslange körperliche Beeinträchtigung nach sich zieht und somit für den Schüler eine schlagartig veränderte Lebensrealität bedeutet. Häufig ist die gesamte Familie von den Folgen der Erkrankung betroffen.

Unterricht

  • orientiert sich inhaltlich, methodisch und didaktisch an den Bildungsstandards der Heimatschule und
  • berücksichtigt die Art und die Schwere der Erkrankung bzw. der Verletzung sowie die Leistungsfähigkeit und den Leistungsstand des einzelnen Schülers.
  • In der Regel erhalten die Schüler 1-2 Unterrichtsstunden täglich, vorwiegend in den Kernfächern, in versetzungsrelevanten Fächern und/oder in Fächern in denen Leistungsnachweise zu erbringen sind.
  • Es besteht zudem die Möglichkeit während des stationären Aufenthaltes Klassenarbeiten zu schreiben und Prüfungen abzulegen
  • Der Unterricht findet überwiegend als Einzelunterricht statt. Wenn möglich, wird auch in Kleingruppen unterrichtet. In Abhängigkeit von der Mobilität und dem gesundheitlichen Zustand findet der Unterricht am Krankenbett oder im Schulzimmer statt.

Unterrichtsziele im Kontext der medizinischen Behandlung sind:

  • Den Anschluss an den Leistungsstand der Heimatklasse zu halten, Lücken aufzuarbeiten sowie gezieltes Lernen auf Leistungsnachweise oder Prüfungen.
  • Lernen um am Lernen dranzubleiben.
  • Halt geben und das Selbstvertrauen stärken durch Praktizierung von Unterricht als ein Stück bekannte Lebensrealität in einer verunsichernden und schmerzlichen Krankheitssituation.
  • Die Freude am Lernen zu erhalten bzw. zu wecken.
  • Neue schulische Perspektiven zu entwickeln.
  • Kontinuität im schulischen Rahmen zu wahren.

Der Kliniklehrer berät

Schülerpatienten und deren Eltern sowie die Lehrer der Heimatschulen  

  • zu Fragen des Umganges mit der Erkrankung
  • zu Fragen der kurz- und langfristigen Auswirkungen der Erkrankung oder Verletzung auf den Unterricht, die Schule und die weitere Schullaufbahn
  • zu weiteren, alternativen Schullaufbahnen
  • zu schulrechtlichen Fragen wie Hausunterricht, Nachteilsausgleich und Schülertransport 

Weitere Aufgabenfelder des Kliniklehrers in der BG- Unfallklinik sind:

  • Kooperation mit den Heimatschulen der Schüler; Kontakte aufbauen, Absprachen treffen, Lehrer, Schüler und andere Kontaktpersonen beraten und unterstützen, Wiedereingliederung vorbereiten und begleiten
  • Die Zusammenarbeit mit den anderen Berufsgruppen der Klinik (Ärzte, Pflegepersonal,  psychosoziale Mitarbeiter, Physio- und Ergotherapeuten)

 

4. Die Lehrkraft der Schulstelle an der BG-Unfallklinik

 
     
  Lieselotte Fingerle

Lieselotte Fingerle
Realschullehrerin

Kontakt
07071 / 606-1925
lieselotte.fingerle@klinikschule-tuebingen.de