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Surffreizeit auf Sylt – Gemeinschaft, Freiheit und unvergessliche Momente
Gerade geht unsere Surffreizeit auf Sylt zu Ende. Bei bestem Wetter verbrachten 19 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren eine intensive und erlebnisreiche Woche miteinander. Die Gruppe hätte unterschiedlicher kaum sein können: Jugendliche, die ihre Erkrankung bereits überwunden haben, trafen auf andere, die sich noch mitten in einer intensiven oder fortgeschrittenen Behandlung befinden. Manche waren körperlich nahezu uneingeschränkt, andere lebten mit den sichtbaren oder unsichtbaren Folgen ihrer Erkrankung. Manche trugen ihre eigenen Haare, andere eine Perücke oder gar keine Haare mehr. Manche konnten gemeinsam schlemmen, andere waren auf eine besondere Form der Ernährung angewiesen.
Trotz aller Unterschiede verband sie vom ersten Moment an etwas Gemeinsames: die Erfahrungen mit ihrer Erkrankung, der Therapie und der Zeit in der Klinik. Es wurde viel geredet, gelacht und es entstanden neue Freundschaften. Besonders schön war zu erleben, wie selbstverständlich sich die Jugendlichen als Gruppe zusammenfanden und wie sehr sie die gemeinsame Zeit genossen.
Die intensive Vorbereitung und der große Einsatz des gesamten Teams haben sich gelohnt. Hinter uns liegt eine abwechslungsreiche Woche mit kreativen Angeboten wie Briefe schreiben sowie Kalender und Taschen gestalten und bedrucken, sportlichen Aktivitäten wie Surfen, Schwimmen, Yoga, Volleyball und Fußball sowie gemeinsamen Abenden mit Casino, Beauty-Day oder Grillen. Unser Ziel war es, für jede und jeden genau die Angebote zu schaffen, die Freude bereiten und den individuellen Möglichkeiten entsprechen.
Mindestens genauso wichtig war uns jedoch, den Jugendlichen Freiräume zu ermöglichen. Während ihrer Behandlung wurde ihr Alltag über lange Zeit von medizinischen Vorgaben bestimmt. Deshalb haben wir auf der Freizeit ganz bewusst oft „Ja“ gesagt: zu einer Portion Pommes vor dem Abendessen, zu einer längeren Nacht oder zu einem späteren Frühstück. Einfach wieder selbst entscheiden zu dürfen und ein Stück Unbeschwertheit zu erleben, war für viele ein ganz besonderes Geschenk.
Nach dieser Woche ist aus vielen Einzelnen eine echte Gemeinschaft geworden – mit dem Wunsch, sich bald wiederzusehen. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre wissen wir, dass viele der hier entstandenen Freundschaften weit über die Freizeit hinaus Bestand haben.
Dass wir diese besondere Woche mit all ihren Erlebnissen, Begegnungen und schönen Momenten ermöglichen konnten, verdanken wir der großartigen Unterstützung unserer Förderer, Spenderinnen und Spender sowie aller Beteiligten. Ein besonderer Dank gilt auch in diesem Jahr wieder Herrn Dr. Michaelis und der Pflegefachkraft Frau Simonis für ihre engagierte Begleitung der Freizeit. Gemeinsam haben sie dazu beigetragen, den Jugendlichen eine Woche voller Gemeinschaft, Mut und unbeschwerter Momente zu schenken.
