Januar 2019

Ausflug zur Kunsthalle Tübingen

Am Donnerstag, den 24.01.2019 sind wir, die Schüler und Lehrer der Klinikschule, in die Kunsthalle Tübingen gegangen. Wir sind mit dem Patientenbus dort hingefahren und wurden an der Kunsthalle von Jürgen Klugmann herzlich begrüßt. Nachdem wir unsere Jacken und Mützen an der Garderobe aufgehangen haben, ging es auch schon los.

Die Ausstellung war von Birgit Jürgenssen und hieß: „ICH BIN.“ Birgit Jürgenssen konnte schon mit acht Jahren sehr gut zeichnen bzw. malen, dazu war sie von der Kunst fasziniert und beherrschte es auch gut. Deshalb nannte sie sich auch „BICASSO JÜRGENSSEN“! Sie lebte in Wien in einer kleinen Wohnung. Hier wurden manche ihrer Bilder gefunden, die jetzt in der Ausstellung zu sehen waren. Leider starb sie schon mit vierundfünfzig Jahren-aber trotzdem hat sie es mit ihren Bildern weit geschafft.

Die Kunsthalle ist ein großes Gebäude. Es gibt viele Räume, in denen Bilder von Birgit Jürgenssen zu begutachten sind. In einem vorderen Raum sind Bilder die Redewendungen wie z.b. „Der Schein trügt“ oder „Ein Dorn im Auge“ darstellen. Diese Zeichnungen sind schwarz-weiß. Birgit Jürgenssen machte auch gerne Fotos, mit denen sie Bilder, jener Art, gestaltete. Sie hatte auch kurze Zeit ein Wahrzeichen. Die Schuhe. Sie zeichnete verschiedene Skizzen von Schuhen. Am Ende setzte sie es ins Praktische um und drei der besten Exemplare waren in Tübingen live zu sehen. Einige Bilder entstanden im Auftrag eines Friseurs. Diesen Auftrag nahm Birgit Jürgenssen an und zeichnete darauf zwölf Köpfe die anschließend ausgestellt wurden. Ein weiteres Kunstwerk war von einer Schürze die als Küche mit Herd und Ofen in 3D dargestellt wurde. Ansonsten gab es noch viele weitere Gemälde.

Gegen Schluss unseres Besuches sind wir in das Nachbarhaus, das sogenannte Atelier, gegangen. Dort haben wir Tiefdruck gemacht. Das ist eine Drucktechnik, bei der man mit einem spitzen Holzstab in eine durchsichtige Plastikplatte hineinritzt. Als Nächstes wird Farbe nach Wahl mit einem Stempel darauf verteilt und eingerieben. Dort, wo geritzt wurde, bleibt Farbe drin, bei dem Rest verschwindet sie fast ganz. Nun legt man die Plastikplatte in eine Druckmaschine. Davor wird noch ein befeuchtetes, anderes, blanko Papier darauf gelegt. Nachdem es durch die Maschine gekurbelt wurde, ist es nach dem Trocknen fertig.

Als alle mit dem Tiefdruck fertig waren, sind wir wieder mit dem Patientenbus zurück zur Klinik gefahren.

Es war ein schöner Ausflug!

 

 

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